Hans-Heinrich Dieter

Erosion des Rechtsstaates   (08.02.2023)

 

Ich habe geschworen, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Ich bin Patriot und fĂŒhle mich diesem Eid auch als StaatsbĂŒrger in Zivil weiter verpflichtet. DarĂŒber hinaus bin ich ĂŒberzeugter Demokrat mit ausgeprĂ€gtem Rechtsbewusstsein und auch Rechtsempfinden. Deswegen ist fĂŒr mich unser Rechtsstaat grundsĂ€tzlich ein hohes Gut wie auch die Gewaltenteilung, auf der unser demokratisches System fußt. Unser Grundgesetz ist das beste und höchste Gut. Da kann man gespannt sein, wie die Verschmutzung des Grundgesetz-Denkmals durch die „Letzte Generation“ geahndet wird.

Das deutsche Volk, dessen Recht und Freiheit zu gewĂ€hrleisten ist, hat sich seit der Wiedervereinigung und der FlĂŒchtlingskrise deutlich verĂ€ndert. Der Rechtsradikalismus und der Antisemitismus haben sich deutlich verstĂ€rkt. Die Freiheit der deutschen Bevölkerung ist aufgrund erodierter innerer Sicherheit und staatlichen Kontrollverlustes beeintrĂ€chtigt. Und das durch das Grundgesetz garantierte Recht der deutschen BĂŒrger wird nicht mehr hinreichend konsequent durchgesetzt. Unser Rechtsstaat erodiert bereits!

Im Zusammenhang mit der Fluchtmigration nach Deutschland greift der Staat nicht mehr konsequent durch. Denn seit Jahren wird geltendes deutsches und europĂ€isches Recht nicht wirklich umgesetzt. Und in vielen Bereichen ist die Justiz durch die FlĂŒchtlingspolitik völlig ĂŒberlastet. Verwaltungsgerichte sind teilweise zu „Asylgerichten“ geworden, weil diese Verfahren alles ĂŒberlagern und verzögern. Dadurch wird auch nicht konsequent abgeschoben. Die jungen mĂ€nnlichen Migranten werden außerdem ĂŒberdurchschnittlich straffĂ€llig und belasten Strafgerichte derart, dass viele StraftĂ€ter auf freien Fuß gesetzt werden mĂŒssen, weil vorgeschriebene Verfahrensfristen aufgrund der Überlastungen nicht eingehalten werden können. Statistisch betrachtet kommt mehr als einmal pro Woche in Deutschland ein vermeintlicher StraftĂ€ter frei, weil Gerichte ĂŒberfordert sind. Grund fĂŒr diese Überlastung sind aber auch zweifelhafte oder zweifelbehaftete Richter, die die derzeit etwa 200 000 in Deutschland anhĂ€ngigen Asylgerichtsverfahren im Sinne unseres Rechtsstaates bewĂ€ltigen sollen.

Entsprechend unserer demokratischen Gewaltenteilung ist die Judikative unabhĂ€ngig. Das muss auch so bleiben. Es ist aber auch ein demokratisches Prinzip, dass die Gewalten sich gegenseitig kontrollieren. Die Justiz kontrolliert sich allerdings selbst dadurch, dass der Rechtsweg ĂŒber mehrere Instanzen beschritten werden kann. Vor Gericht und auf hoher See ist man, einem sehr alten Sprichwort entsprechend, aber ausschließlich in Gottes Hand. Und von Gott wissen wir, dass er nicht nur Gutes bewirkt, sondern auch Katastrophen, Unheil und Unrecht zulĂ€sst. Und wer sind die Richter? Richter sind in der Regel gebildete StaatsbĂŒrger, die durch ihre Studienergebnisse fĂŒr das Richteramt qualifiziert scheinen. Aber Richter sind auch fehlbare Menschen. In der Justiz gilt außerdem der Grundsatz „Im Zweifel fĂŒr den Angeklagten“. Das ist ein guter Grundsatz, der aber die Durchsetzung von Recht und Gesetz nicht erschweren oder behindern darf. Um das Recht zu gewĂ€hrleisten, werden in Deutschland deutlich mehr Richter und StaatsanwĂ€lte gebraucht. Die Justiz muss unabhĂ€ngig bleiben, aber sie muss auch kontrolliert werden. Deshalb sollte Deutschland unabhĂ€ngige Kommissionen einrichten, die Richter periodisch auf ihre psychische Belastbarkeit und auf ihre EntscheidungsfĂ€higkeit hin ĂŒberprĂŒfen. Und es darf nicht lĂ€nger sein, dass berechtigte Kritik von BĂŒrgern mit Rechtsempfinden als Justizbeleidigung oder Richterschelte diffamiert wird.

Und Deutschland darf außerdem nicht zulassen, dass sein Gewaltmonopol ausgehebelt wird. Unser Rechtsstaat wird inzwischen vermehrt durch kriminelle Großfamilien und arabische Clans, die die Kontrolle ĂŒber ganze Stadtteile wie Neukölln beanspruchen, angegriffen. Der Staat muss hier konsequenter fĂŒr Recht und Ordnung sorgen und mit allen rechtsstaatlichen Mitteln gegensteuern. Dazu gehört es auch, die WertschĂ€tzung der Polizei und SicherheitskrĂ€fte durch Staat und Gesellschaft zu verstĂ€rken und Straftaten gegen „UniformtrĂ€ger“ zu ahnden unter Nennung der vollen Namen und ethnischen Zugehörigkeit der StraftĂ€ter, denn Angriffe auf SicherheitskrĂ€fte sind Angriffe auf unseren Rechtsstaat!

Deutschland ist als Rechtsstaat und auf der Grundlage des Grundgesetzes als parlamentarische Demokratie konstituiert. Es gilt die Gewaltenteilung und das vom Volk gewĂ€hlte Parlament hat die Pflicht, im Auftrag der BĂŒrger das Handeln der Exekutive zu kontrollieren. In ihrer Parlamentsarbeit sind die gewĂ€hlten Abgeordneten nach dem Grundgesetz ihrem Gewissen verantwortlich und nicht der jeweiligen Partei. Verfahren direkter Demokratie sind auf Bundesebene – aus guten GrĂŒnden – auf Ausnahmen beschrĂ€nkt. Die Praxis unserer parlamentarischen und reprĂ€sentativen Demokratie hat sich aber vom Grundgesetz entfernt - mit negativer Auswirkung. Denn man kann feststellen, dass Deutschland als parlamentarische Demokratie durchaus in gewissem Maße zur Parteiendemokratie „verkommen“ ist, weil es die Parteien sind, die den politischen Prozess weitgehend beherrschen und nicht das Parlament.

Die Regierungsparteien haben ĂŒber ihre - einer strengen Parteidisziplin und rigidem Fraktionszwang unterworfenen – Abgeordneten-Parteifreunde oder -genossen die Gewissheit, dass ihre jeweilige Regierungsabsicht im Parlament bestĂ€tigt wird. Das verhindert tatsĂ€chliche Diskussion und ein „dem Wohl des deutschen Volkes“ verpflichtetes Ringen um die jeweils beste Sachentscheidung, denn es geht vorwiegend nicht um das Wohl des deutschen Volkes, sondern eher um das Parteiwohl und das Verteidigen der jeweiligen Partei- oder Koalitionsmehrheit. Die „verkommene Debattenkultur“ im Deutschen Bundestag, als Ergebnis dieser MissstĂ€nde, und die unzureichende Kontrolle der Exekutive durch das Parlament werden mit Recht beklagt.

Und die „Parlamentsarmee“ Bundeswehr ist in den vergangenen Jahren durch teilweise unfĂ€hige oder durchsetzungsschwache Verteidigungsminister unter der Richtlinienkompetenz der damaligen Alternativlos-Kanzlerin und dem Spardiktat der jeweiligen Finanzminister zum „Sanierungsfall“ kaputtgespart worden. Dadurch sind riesige AusrĂŒstungslĂŒcken entstanden, die die EinsatzfĂ€higkeit der deutschen StreitkrĂ€fte nachhaltig beeintrĂ€chtigen. Das Parlament hat dieses, die Sicherheit Deutschlands beeintrĂ€chtigende Regierungshandeln zugelassen und sich an der Parlamentsarmee geradezu „versĂŒndigt“, und sich nicht einmal durch alarmierende Worte des einen oder anderen verantwortungsbewussten Wehrbeauftragten beeindrucken lassen. Der Bundestag hat die Haushaltshoheit und entscheidet damit auch endgĂŒltig ĂŒber den Verteidigungshaushalt. Der damit verbundenen Verantwortung waren – und sind - sich viele Parlamentarier ganz offensichtlich nicht bewusst. Und diese Parlamentarier schicken dann die unterfinanzierte und unzureichend ausgerĂŒstete Bundeswehr in die AuslandseinsĂ€tze und jetzt wieder in NATO-Missionen im Rahmen der Landes- und BĂŒndnisverteidigung! Wenn man deutschen Soldaten die eidesstattlich erklĂ€rte Pflicht abverlangt, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, dann haben die Soldaten auch das Recht auf AusrĂŒstung, Bewaffnung, einschließlich ausreichender Munition, um ihre Pflicht als Teil einsatzfĂ€higer Strukturen erfolgreich erfĂŒllen zu können. In diesem Zusammenhang hat unser Rechtsstaat versagt – mit langfristig negativen Auswirkungen fĂŒr die GewĂ€hrleistung unserer Freiheit im Falle einer erforderlichen kriegerischen Auseinandersetzung im Rahmen der NATO. Das Beispiel zeigt, dass der Bundestag seiner Pflicht, das Regierungshandeln zu kontrollieren, wieder besser gerecht werden muss!

Und auch die „Vierte Gewalt“ in unserer Demokratie wird ihren Aufgaben nicht gerecht. Am ersten und wichtigsten Grundsatz (Ziffer 1 Pressekodex) journalistischer Arbeit: „Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der MenschenwĂŒrde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.“ orientieren sich nach meiner Beobachtung immer noch zu wenige Journalisten.

Es gibt immer noch zu viele Journalisten, die offenbar keine eigenstĂ€ndige Recherche machen, die nicht klar zwischen Meinung und Bericht trennen, die deshalb ihre Aufgabe nicht neutral, fair, verantwortungsbewusst, wahrheitsgemĂ€ĂŸ sowie mit VerstĂ€ndnis und Augenmaß wahrnehmen. Solche Journalisten verlieren ihre GlaubwĂŒrdigkeit und das Vertrauen der BĂŒrger. Und nur wenn Journalisten ihre FĂ€higkeit zur Selbstkritik stĂ€rken und sich darum bemĂŒhen, ihre Arbeit im Sinne des Pressekodex an der Wahrheit orientiert zu machen, werden sie das Vertrauen der BĂŒrger zurĂŒckgewinnen können.

Neben den 16 publizistischen GrundsĂ€tzen des „Pressekodex“ gibt es Regeln, die den qualifizierten Journalismus auszeichnen:

1. Eine Quelle allein ergibt keine Nachricht.

2. Bei Konflikten sind die Positionen beider Seiten darzustellen.

3. Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute.

4. Nachricht und Meinung mĂŒssen klar getrennt sein.

Diesen Regeln entspricht sogar zu hÀufig nicht einmal ein öffentlich-rechtliches QualitÀtsmedium wie der Deutschlandfunk. Das ist sehr enttÀuschend!

Die „Vierte Gewalt“ ist zum großen Teil zu links/ rot/ grĂŒnen Mainstreammedien verkommen, die eher Influencing betreiben, als dass sie ehrlich und objektiv „sagen was ist!“ Und ganz allgemein kann man feststellen, dass sich zahlreiche Medien – offenbar auch aufgrund wirtschaftlichen Existenzdrucks und daraus folgenden QuotenzwĂ€ngen – durch Skandalisieren, Spekulieren und Themenauswahl der niedrigen QualitĂ€t des „Boulevard“ angleichen. DarĂŒber hinaus ist ein ziemlich rigoroser Versuch zu erkennen, Menschen und BĂŒrger, die eine andere Meinung vertreten als der links/rot/grĂŒne Mainstream, eine rechte oder konservative „Echoblasenexistenz“ zu unterstellen, zu verunglimpfen und undemokratisch auszugrenzen – dabei befindet sich die Mehrheit der heutigen Journalisten ganz offensichtlich selbst in einer rot/rot/grĂŒnen Echoblase. Das ist auch ein Grund dafĂŒr, dass die meisten Medien die Politik in unserem System demokratischer Gewaltenteilung nicht mehr unabhĂ€ngig-kritisch begleiten und als „vierte Gewalt“ die demokratische Kontrolle nicht mehr verantwortungsbewusst ausĂŒben können. Die heutigen Journalisten erfĂŒllen deswegen meiner Meinung nach zu großen Teilen nicht mehr den Anspruch, den wir in unserem demokratischen System an die Institutionen der so wichtigen Pressefreiheit haben.

Das Internet ist dabei, die Informationsgesellschaft zu revolutionieren und zu demokratisieren, weil die „alten“ Medien ihr Monopol, Meinungen zu beeinflussen, verloren haben. Die interessierten und mĂŒndigen BĂŒrger sind heute zwar weniger abhĂ€ngig von schlechtem Journalismus, brauchen aber guten Journalismus öffentlich-rechtlicher Medien und der QualitĂ€tspresse. Diesen Bedarf sollten gut ausgebildete Journalisten decken wollen.

Aber nicht nur im Zusammenhang mit der Gewaltenteilung erweist sich unser Staat nicht grundgesetzkonform. Der Missbrauchsskandal ist schon mehr als zehn Jahre bekannt und die treuen GlĂ€ubigen erhoffen sich nun schon lange zukunftsweisende Ergebnisse zur Aufarbeitung dieses vielfachen sexuellen Missbrauches in der katholischen Kirche – und sie werden immer wieder schwer enttĂ€uscht - wie die Vergangenheit mit Vertuschungen, Verharmlosungen und verschlafener UntĂ€tigkeit, aber auch die jĂŒngsten Entscheidungen gezeigt haben. Und die Opfer haben auch ein Recht auf die angemessene Bestrafung der pĂ€dokriminellen Verbrecher. Die katholischen Bischöfe zeigen sich aber verantwortungslos, verstĂ€ndnislos und schĂ€big gegenĂŒber Opfern sexualisierter Gewalt. Die Kirche gibt sich ganz offensichtlich keine MĂŒhe bei der AufklĂ€rung der unzĂ€hligen MissbrauchsfĂ€lle und deswegen dĂŒrfen die Kirchen keine Sonderrechte mehr haben. Es muss zu einer strikten Trennung von Kirche und Staat kommen – auch um den Opfern gerecht zu werden und die kirchlichen Verbrecher einer gerechten Strafe zuzufĂŒhren. Sonst wird die AufklĂ€rung weiter verweigert, die kriminelle Vertuschung fortgesetzt und rechtliche Konsequenzen werden nicht gezogen! Das darf der Staat nicht zulassen, denn er hat die Pflicht, die BĂŒrger zu schĂŒtzen und ihre Rechte durchzusetzen! Und am Internationalen Weltfrauentag sei auch noch angemerkt, dass die katholische Kirche - genau wie der Islam – die Gleichberechtigung von Mann und Frau gemĂ€ĂŸ Grundgesetzt nicht verwirklicht!

Religiöser Glaube und Kirchenzugehörigkeit sind reine Privatangelegenheiten mĂŒndiger BĂŒrger geworden! Die Kirchen sind zukĂŒnftig als „gemeinnĂŒtzige Vereine“ ohne Anspruch auf Kirchensteuer dem geltenden Recht und Gesetz unterzuordnen, wie das in anderen Demokratien auch gehandhabt wird! Und da die evangelische Kirche auch „Dreck am Stecken“ hat, gilt das natĂŒrlich auch fĂŒr sie.

Und mit der strikten Trennung von Kirche und Staat muss auch die Gehaltszahlung des Staates (B6-Grundgehalt) an Bischöfe beendet werden, denn es ist den Steuerzahlern einfach nicht mehr zuzumuten, Verharmloser, Ignoranten, AufklĂ€rungsverweigerer und Vertuscher von PĂ€dokriminalitĂ€t sowie sexueller Gewaltanwendung zu alimentieren! Wenn sich die Bischofskonferenz mit solchen Zukunftsthemen auseinanderzusetzen hat, kommt vielleicht etwas Bewegung in die Skandale – zum Wohle der Opfer!

DarĂŒber hinaus gibt es viele Bereiche, in denen sich unser Staat dysfunktional zeigt:

Unsere Politiker reden vollmundig von der Verkehrswende und verbinden sie mit „mutigen“ Zielsetzungen, dabei haben wir es mit einer maroden Schieneninfrastruktur, mit unzureichenden TransportkapazitĂ€ten und eklatantem FachkrĂ€ftemangel zu tun. Und die Unmengen an oft veralteten Lkw aus Ost- und SĂŒdost-Europa, die durch unser in der Mitte Europas liegendes Land GĂŒter hin- und hertransportieren, lassen sich auch nur zu ganz geringen Teilen auf die Schienen verlagern. FĂŒr den ÖPNV fehlen elektrogetriebene Busse und bis 2030 fehlen Berechnungen zufolge allein im Busverkehr 87.000 Fahrer.

FĂŒr den Straßenverkehr sieht es nicht viel besser aus. Die AutobahnbrĂŒcken-Infrastruktur ist vielfach mit hohen Kosten und Zeitbedarf sanierungsbedĂŒrftig. Das Verkehrsnetz wurde insgesamt nicht zeitgerecht saniert und auch die Digitalisierung wurde nicht zeitgerecht ausgebaut, ja geradezu verschlampt, sodass Deutschland im EU-Ranking bei der QualitĂ€t der Digitalisierung auf dem blamablen und hochpeinlichen Platz 24 von 27 Mitgliedstaaten gelandet ist – und das als die noch fĂŒhrende Wirtschaftsmacht der EU.

Und diese verschlafene und stark vernachlĂ€ssigte Digitalisierung hat auch einen ungeheuerlichen RĂŒckstand der staatlichen Verwaltungen bei den FĂ€higkeiten zu digitaler ProblembewĂ€ltigung offenbart und erwies sich in Pandemiezeiten als Ursache fĂŒr unertrĂ€glich schlechte Ergebnisse „bei der Nachverfolgung der Infektionsketten durch die GesundheitsĂ€mter“ und „bei der Umsetzung der Hilfen fĂŒr vom Lockdown betroffene Branchen“.

Der ĂŒberhastete, in der EU nicht abgestimmte, Atomausstieg nach Fukushima und die konzeptions- und planlos eingeleitete Energiewende, die haben erheblichen Schaden fĂŒr die Volkswirtschaft und Klimabilanz Deutschlands angerichtet. Deutschland hat in 16 Jahren „Klimakanzlerin“ seine Klimaziele mehrfach verfehlt, Haushalte und Unternehmen mit den höchsten Strompreisen Europas belastet und zugleich die strategische und kulturelle Kontrolle ĂŒber die Energiewende verloren. Das zeigt sich im verschlafenen Ausbau der erneuerbaren Energien, im versĂ€umten Bau von SpeicherkapazitĂ€ten und Stromtrassen in den SĂŒden Deutschlands. Und dann werden die BĂŒrger konfrontiert mit dem grĂŒn-ideologisch begrĂŒndeten aber hirnlosen endgĂŒltigen Ausstieg aus der Nutzung unserer verbliebenen, vergleichsweise modernen AKW. Und dann verkĂŒndet der „verschlafene“, fĂŒhrungsverweigernde Scholz, dass er in „neuer deutscher Geschwindigkeit“ tĂ€glich vier WindrĂ€der aufstellen lassen will. Wenn er darĂŒber nachgedacht hat, wird unser höchst vergesslicher Kanzler auch schnell wieder vergessen haben, was Herstellung, Transport und Aufbau von Windkraftanlagen an CO 2-Emissionen freisetzen und wie viele FachkrĂ€fte fĂŒr dieses Projekt gebraucht werden. Deutschland wird auch hier seine Ziele nicht erreichen!

Wir werden ganz allgemein unsere Ziele nicht erreichen, weil auch der Bildungsstand der deutschen Bevölkerung sich in Merkels Regierungszeit deutlich verschlechtert hat, was durch die PISA-Ergebnisse, die abnehmende StudierfĂ€higkeit und die zunehmende AusbildungsunfĂ€higkeit dokumentiert wird. Und in Deutschland bleibt die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss hoch. 2021 beendeten 47.500 junge Menschen ihre Schulzeit, ohne zumindest einen Hauptschulabschluss erworben zu haben. Etwa 60 Prozent dieser Gruppe sind Jungen. Zudem sind Menschen mit auslĂ€ndischer StaatsbĂŒrgerschaft mit 13,4 Prozent fast dreimal so oft betroffen wie gleichaltrige Deutsche mit 4,6 Prozent. Das ist das schlimme Ergebnis der jĂŒngsten Bertelsmann-Studie.

Dabei haben wir in Deutschland Schulpflicht. Aus der Schulpflicht ergibt sich in unserem Rechtsstaat das Recht der BĂŒrger auf eine möglichst erfolgreiche Ausbildung unter guten Rahmenbedingungen. Hier versagen Bund, LĂ€nder und Gemeinden deutlich. Die Schulinfrastruktur ist hĂ€ufig schlecht und sanierungsbedĂŒrftig, es herrscht Lehrermangel, der sich mit anstehenden Pensionierungen noch deutlich verstĂ€rken wird, die Digitalisierung des Schulbetriebes ist genauso abgehĂ€ngt wie in Deutschland insgesamt, die AusbildungslĂŒcken aus der Corona-Zeit sind noch lange nicht geschlossen und anstatt dass man das Interesse an Ausbildungsberufen weckt, senkt man die Standards fĂŒr das Abitur weiter ab und erzeugt noch mehr Studienabbrecher. Und unter solchen schlechten Rahmenbedingungen sanktioniert man noch nicht einmal die Verletzungen der Schulpflicht durch Teilnahme der Schulpflichtigen an Freitagsdemonstrationen.

Und auch fĂŒr die JĂŒngsten sorgt unser Staat nicht hinreichend. Ähnlich dramatisch wie der Lehrermangel gestaltet sich der Erzieher*innen-Mangel an den Kitas. Kleinkinder haben ein Recht auf einen Kita-Platz und da hat der Staat die Pflicht, gute Rahmenbedingungen fĂŒr die Erziehung – nicht nur Aufbewahrung – unseres fĂŒr die Zukunft so wichtigen Nachwuchses zu sorgen. Der Mangel war lange absehbar – getan hat man nichts oder zu wenig. Und unter diesen schlimmen Rahmenbedingungen erpressen Gewerkschaften und der Beamtenbund den Staat und die Arbeitgeber mit Streiks, um unmĂ€ĂŸige Bedingungen zu erstreiten!

In der EU blicken wir sorgenvoll auf die erodierende Rechtsstaatlichkeit in Polen oder auch Ungarn. Wir haben keinen Grund fĂŒr unsere zeitweilige Überheblichkeit beim Versuch, die Weltprobleme zu lösen, fĂŒr unser stĂ€ndiges Moralisieren und fĂŒr die angestrebte „FĂŒhrungsrolle“ bei der Lösung von EU-Problemen, ohne geeignetes FĂŒhrungspersonal zu haben. Solange wir selbst genug Probleme haben, die zum Wohle der deutschen BĂŒrger zu lösen sind, sollten wir etwas mehr Bescheidenheit an den Tag legen, denn globales Vorbild bei der Sanierung des Weltklimas werden wir ohnehin nicht.

Unsere BĂŒrger erwarten gute Bildungschancen, freie und ungefĂ€hrdete Bewegung unserer MĂ€dchen und jungen Frauen in der Öffentlichkeit, einen zuverlĂ€ssig funktionierenden ÖPNV sowie Zug- und Flugverkehr, eine gut nutzbare Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum, eine stabile Versorgung mit Energie, innere Sicherheit durch gelingende Integration von Zuwanderern, Vermeidung von Parallelgesellschaften, BekĂ€mpfung von Clan-KriminalitĂ€t, konsequente Abschiebung von StraftĂ€tern und abgelehnten Asylbewerbern, Durchsetzung von BĂŒrgerrechten und Ă€ußere Sicherheit durch militĂ€rische EinsatzfĂ€higkeit unserer Bundeswehr im Rahmen der NATO. Das sind Pflichten des Rechtsstaates deren ErfĂŒllung die BĂŒrger mit Recht erwarten.

Die BĂŒrger werden hĂ€ufig enttĂ€uscht, denn sie fragen sich ja immer hĂ€ufiger: Was funktioniert eigentlich noch bei uns?

(08.03.2023)

 

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